Der Echolink-Repeater DB0QH

Echolink ist eine Voice over IP-Anwendung, die speziell für den Amateurfunk entwickelt wurde und Funkamateuren die Möglichkeit bietet, Relaisfunkstellen auf der ganzen Welt über das Internet miteinander zu verbinden. Das System ist ausschließlich lizensierten Funkamateuren vorbehalten. Zur Teilnahme am heimischen Rechner ist eine Anmeldung über www.echolink.orgerforderlich. Dabei ist eine Legitimierung durch die Einsendung (per Datei-Upload) der Lizenzurkunde erforderlich. Entwickelt wurde dieses System schon vor vielen Jahren von Jonathan P Tayler, K1RFD, der dafür einen Innovationspreis erhielt. Die Abtastrate beträgt 8 kHz aber dennoch ist die Sprachqulität vergleichsweise recht gut.

Die weltweiten Relais- oder Einzelverbindungen kommen auf zweierlei Art zustande. Zum Einen ist eine Verbindung zu einem Relais, einem anderen Funkamateur oder einem Link über den heimischen PC möglich. Dazu ist eine spezielle Software erforderlich, die unter www.echolink.org heruntergheladen werden kann. Die Übertragung der NF erfolgt dabei mittels eines an den Computer angeschlossenen Headsets. Über eine, einem Browser ähnelnde, Benutzeroberfläche wird die Gegenstation connected. Über Buttons wird die PTT und die Konfiguration gesteuert.

Für die zweite Variante wird noch nicht einmal ein Internetanschluss benötigt. Mit einen gewöhnlichen Handfunkgerät wird ein Relais geöffnet und anschließend mit DTMF-Tönen die Gegenstation angewählt. Sodann ist ein Funkverkehr, wie über das eigene Relais mit einer weit entfernten Station möglich.

Im Folgenden möchten wir Ihnen die Bedienung der Echolink-Funktionalität von DB0QH anhand einer kurzen Anleitung näher bringen. Hier die aktuelle Konfiguration der Gerätschaften:

konfig_qh

Steuerung über DTMF-Kommandos

Das Ech olink System von DB0QH kann über DTMF Töne ferngesteuert werden. Damit können dtmf_geberLinkverbindungen ein- bzw. ausgeschaltet werden. Es eignen sich am besten Funkgeräte mit eingebautem DTMF-Modul. Alternativ kann auch ein externer DTMF-Geber verwendet werden, der beim Senden vor das Mikrofon gehalten wird. Signale die deutlich verrauscht am Relais ankommen sind mit hoher wahrscheinlichkeit nicht zu dekodieren. Wenn Sie feststellen, dass die DTMF-Töne nicht angenommen werden, kann es hilfreich sein, wenn Sie über das Relais nachfragen, in welcher Qualität Ihr Signal bei DB0QH ankommt. Der DTMF Ton sollte kurz und nicht zu leise gesendet werden. Die Dekodierung wird nicht dadurch sicherer, dass ein Ton sehr lange gedrückt wird. Es kann dann sogar passieren, dass statt einer Ziffer „9“ plötzlich mehrere „999“ erkannt werden.

Senden Sie bitte nur dann DTMF-Tonfolgen, wenn Sie Echolink auch wirklich steuern wollen. Tonfolgen die nur aufgrund des Spieltriebes gesendet werden, sind auf Dauer sehr störend.

Folgende DTMF-Befehle werden angenommen

befehle

Die Verbindung zu einem andenren Relais, in Echolink auch Node genannt, erfolgt durch die Eingabe der Nodenummer. Eine Liste aller Echolinkstationen mit aktuellem Status finden Sie unter http://www.echolink.org/links.jsp. Wir haben einige Relais aus unserer Nachbarschaft und einige Sonderserver über Kurwahlen verfügbar gemacht. Einfach die Kurzwahl eingeben und Sie werden zum entsprechenden Relais durchverbunden. Hier die Liste der Kurzwahlen:

kurzwahl

Tips und Anregungen

Echolink-Knoten sind Endpunkte. Es ist nicht möglich, von einem connecteten Knoten eine weitere Verbindung aufzubauen. Eine Verbindung besteht nur zwischen DB0QH-R und der connecteten Station.

Ist ein Echolink Repeater, zum Beispiel W8DA-L nicht QRV, dann meldet DB0QH-R beim Connectversuch zu diesem Gateway“185948 not found“. Versuchen Sie es dann zu einem späteren Zeitpunkt erneut.

Das eigene Signal kann über den Echolink-Testserver mit der Node-Nummer 9999 überprüft werden. Ürsprünglich war dieser Testserver für den Echolink-Betrieb vom heimischen Rechner aus gedacht. Aber gerade auch um die eigenen Aussendungen über HF zu beurteilen, ist dieser Server sehr interessant. Hier der besondere Hinweis: Bitte nach einem Test den Server wieder disconnecten. Es erfolgen sonst nicht gewollte Wiederholungen der eigenen Aussendungen oder der Aussendungen nachfolgender Stastionen.

Beispiel-QSO einer Echolink-Verbindung nach Michigan
Relais DB0QH  über Rufton öffnen.
Prüfen ob  vielleicht noch jemand bei DB0QH-R connected ist.

Abfrage mit DTMF 08
DB0QH-R: not connected

Wenn kein connect vorliegt, kann selbst ein Connectversuch gestartet werden.

Echolink Link in Michigan connecten mit 185948 oder 009
DB0QH-R: connecting to W8DA-L

Nach einiger Zeit (wegen der Laufzeiten im Internet) sendet

DB0QH-R: connected

Es folgt nun evtl. eine Begrüßung der Echolink Gegenseite (Ist von Station zu Station unterschiedlich).

Wichtig ist, dass kurz gewartet wird, ob im Moment auf der Gegenseite ein QSO läuft. Ist dies nicht der Fall, kann selbst ein CQ-Ruf gestartet wird.

Auf jeden Fall beachten, dass aufgrund der Laufzeiten Pausen von bis zu 3s eingehalten werden.
Eigene Aussendungen sollten maximal 2 Minuten betragen. Bei DB0QH erfolgt nach dieser Zeit ein automatischer disconnect.

Am Ende des QSO sollte die Echolinkverbindung mit # disconnected werden.
DB0QH-R: W8DA-L disconnected

 

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